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News aus dem laufenden Schuljahr 2022/23 an der HLW Haag

Werdegang Melanie KalkhoferBeim fünfjährigen Maturatreffen berichtete Melanie Kalkhofer von ihrem tollen Werdegang nach der Matura an der HLW Haag.

„Hallo zusammen! Mein Name ist Melanie und ich wollte eigentlich immer Lehrerin werden. Während der Schulzeit war für mich klar, nach der Matura möchte ich studieren. Doch wie so oft im Leben kam dann doch alles ganz anders…

Obwohl ich nie daran interessiert war nach der Schule in der Gastronomie zu arbeiten, war es für mich ganz klar, dass ich das Pflichtpraktikum in einem gastronomischen Betrieb absolvieren möchte. Es zog mich ins wunderschöne Traunkirchen, ins Seehotel Das Traunsee. Während der 3 Monate im Service zeigte sich, dass ich Talent hatte und auch großen Spaß an der Arbeit. Der Stress, der Teamgeist, die unterschiedlichsten Gäste, jeder Tag ist anders… all das hat mich begeistert. Im Gourmetrestaurant schenkten die Sommeliers außergewöhnliche Weine aus, das machte mich neugierig und ich versuchte alles aufzusaugen, was ich sah und hörte. In der HLW hatten wir bereits in der 3. Klasse die Möglichkeit einen Jungsommelierkurs zu besuchen, was mich zu der Zeit schon sehr interessierte.

Nach der Matura wollte ich erstmal weg. Tapetenwechsel. Es zog mich in die Schweiz, nach Davos, die höchstgelegenste Stadt Europas. Dort arbeitete ich eine Wintersaison lange im Waldhotel Davos. Ich konnte vieles lernen, wurde selbständiger und selbstbewusster. Zum Ende der Saison durfte ich dann sogar im Gourmetrestaurant arbeiten, wo ich realisierte, dass mir die Arbeit in dieser Art von Restaurant am meisten Spaß macht.

Von da an führte eines zum anderen. Erst noch etwas planlos, wie es nach der Saison weitergehen soll, bekam ich im nächsten Moment die Möglichkeit im Landhaus Bacher in der Wachau anzufangen. Eines der besten Restaurants in Österreich. Neugierig und motiviert, wie ich war, habe ich nicht lange gezögert. Unmittelbar nach der Saison habe ich meine Sachen gepackt, und bin in die Wachau gefahren. Wie es der Zufall so wollte, habe ich dort Christian kennengelernt, meine bessere Hälfte. Aber auch beruflich war der Betrieb perfekt für mich um meine Fähigkeiten und mein Wissen weiter auszubauen. Parallel dazu machte ich die Ausbildung zum Österreich Sommelier beim WIFI und im darauffolgenden Jahr den Diplom Sommelier! Das bedeutete: Montag und Dienstag ganztags Kurs in Sankt Pölten, Mittwoch bis Sonntag arbeiten. Wenn man etwas wirklich will, kann man alles schaffen!

Nach eineinhalb Jahren in der Wachau war es wieder Zeit für etwas Neues. Mein damaliger Chef empfahl uns das Schloss Schauenstein, von dem ich damals in Davos schon öfters gehört hatte, ein Restaurant mit 3 Michelin Sternen ausgezeichnet, das Nonplusultra!

Also zog ich gemeinsam mit Christian in die Schweiz. Auch hier konnten wir wieder unglaublich viel lernen, tun wir immer noch jeden Tag, er in der Küche, und ich im Service. Aufgrund meines recht großen Wissens bekam ich nach etwa eineinhalb Jahren die Möglichkeit als Sommelier im Betrieb tätig zu sein, was genau das ist, was ich machen wollte.

Das Restaurant ist wie unsere Bühne, auf der wir auftreten und unsere Leistung abliefern, wo wir mit durchdachten Gerichten und den perfekt dazu abgestimmten Getränken die Gäste begeistern wollen. Mit viel Hingab und Gefühl, hier und da ein kleiner Schmäh für eine lockere Atmosphäre, so wollen wir den Gästen einen schönen und vielleicht sogar unvergesslichen Abend bereiten. Das ist unser Ziel - jeden Tag aufs Neue!

Um mich selbst immer wieder weiterzuentwickeln habe ich mich dieses Jahr dazu entschlossen, mich für den Court of Master Sommeliers anzumelden. Das bedeutete wieder neben der Arbeit viel lernen, verkosten und üben. Diesen November hatte ich die Prüfung in Gumpoldskirchen mit vielen anderen Sommeliers, die aus aller Welt (!!) nach Österreich gekommen sind. Aufgrund der ausgezeichneten Punktezahl bekam ich vor Ort die Möglichkeit auch direkt zur zweiten Stufe anzutreten und habe somit die Prüfung zum Certified Sommelier bestanden! Was für ein Meilenstein!

Gerne würde ich diese Gelegenheit noch nutzen um zu zeigen, wie schön und wertvoll dieser Beruf ist. Wenn man noch sehr jung ist, naiv und schüchtern, ist vor allem das Praktikum eine tolle Möglichkeit aus sich herauszukommen und etwas zu erleben, sich persönlich weiterzuentwickeln! Man lernt junge motivierte Leute kennen, die eine Passion für ihren Beruf haben, man lernt mit Stresssituationen umzugehen, selbstbewusst aufzutreten, spontan zu sein und vor allem lernt man, was man alles schaffen kann! Der Karriereleiter sind in der Gastronomie fast keine Grenzen gesetzt. Man fängt klein als Praktikant an und kann sich bis in die besten Restaurants der Welt hocharbeiten, sich persönlich einbringen und Teil von etwas Besonderem sein.

 

Was sind meine weiteren Ziele?

Gerne möchte ich auf den Advanced Sommelier hinarbeiten. Die Vorbereitungen darauf werden mir nochmal viel abverlangen, aber es ist ein Traum, den ich gerne verwirklichen möchte.

Das langfristige Ziel ist es, selbständig zu werden, selbst Chef/in zu sein! Christian ist in einem Wirtshaus aufgewachsen. Dieses Wirtshaus möchten wir in den nächsten Jahren gerne übernehmen und alles, was wir auf unserem Weg gelernt haben auf unsere ganz eigene Art und Weise umsetzen und hoffentlich vielen Gästen Freude bereiten!“

 

Melanie Kalkhofer

 

 

 

 

 

 

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