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News aus dem laufenden Schuljahr 2022/23 an der HLW Haag

Auschwitz-StudienreiseVon 7. -10.12. unternahmen die 3., 4. und 5. Jahrgänge auf freiwilliger Basis eine eindrucksvolle und bewegende Exkursion in die KL Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

Es fanden sich 57(!) interessierte Schüler:innen, die gemeinsam mit den Professor:innen Mag. Maria Rohrhofer, BEd. Barbara Deinhofer, Mag. Martin Ecker und Mag. Philipp Mostböck und Guides des Gedenkdienstes Österreich diese Reise antraten.

Die Guides leiteten das Programm vor Ort an und reflektierten mit den Schüler:innen jeden Abend das Erlebte. Die Reflexionsrunden waren sehr wichtig, da die Erlebnisse tagsüber auch eine emotionale Belastung darstellten und bei den Reflexionsrunden konnte man in einem Safe Space darüber sprechen und gemeinsam diskutieren (die Lehrpersonen waren nicht dabei). Dabei wurde sogar oft noch nach den Reflexionsrunden im Zimmer untereinander weiterdiskutiert.

Die Anreise per Bus erfolgte nahezu reibungslos und am Ende des 1. Tages stand ein kurzes Kennenlernen und ein Filmabend auf dem Programm. Der Film „Waldheims Walzer“ arbeitete die Vergangenheit des ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten und UNO-Generalsekretärs auf.

Am 2. Tag besuchten die Schüler:innen das Stammlager Auschwitz I. Dort führten ausgebildete Guides aus Polen unsere Gruppen durch das ehemalige Lagergelände und durch die Ausstellungen in den Baracken. Die fundierten Schilderungen gingen durch Mark und Bein. So erschütterten die Tatsachenberichte aus Block 11, dem sogenannten „Todesblock mit Hungerbunker“ und jener Ort an dem Maximilian Kolbe sein Leben für einen Mithäftling gab, ganz besonders. Aber auch in den Blöcken 10 und 20 wurde mit unermesslicher Grausamkeit vorgegangen. Einer dieser Räume des Schreckens war die berüchtigte Versuchsstation des Lagerarztes Josef Mengele und ein anderer das „Behandlungszimmer“, in dem mit Phenolinjektion getötet wurde.

Die Intensität der Vernichtung wurde am Schluss der Führung in der noch erhaltenen Gaskammer und im direkt anschließenden Krematorium besonders sichtbar.

Viele Eindrücke gingen tief unter die Haut. So war es aber auch beeindruckend, wie die Schüler:innen damit umgingen. Ganz viel Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Pietät war im Lager zu spüren und alle begegneten sich respektvoll und achtsam.

Nicht ganz so spannungsgeladen stand am Nachmittag eine Visite des Jüdischen Museums, ein Rundgang am Jüdischen Friedhof und eine kurze Stadterkundung von Oswiecim auf dem Programm.

Bedeutend leichtere Gespräche beendeten diesen tief bewegenden Tag.

Der 3. Tag war durch einen Besuch im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau geprägt. Die Schüler:innen waren durch das gewaltige Areal beeindruckt und erlebten auch hier eine spannende Führung mit den polnischen Guides vom Vortag. Die Gedenkstätte wirkt sehr authentisch, da man z.B. die ehemaligen Krematorien, in denen die zahlreichen Leichen verbrannt wurden, noch im Originalzustand dort sehen kann. Auch einige Baracken kann man besichtigen, die natürlich im Lauf der Zeit immer wieder restauriert werden mussten. In der Gedenkstätte merkte man die bedrückende Stimmung und die Schüler:innen verhielten sich entsprechend reflektiert und den Umständen perfekt angepasst.

Am Nachmittag desselben Tages gab es ein sehr interessantes Zeitzeuginnengespräch mit Stefania Wernik, die 1944 im Lager Birkenau geboren wurde. Sie erzählte von den Erinnerungen ihrer Mutter und von ihr selbst aus der Zeit im Lager und danach. Die Schüler:innen stellten zahlreiche Fragen, die Frau Wernik geduldig und einfühlsam beantwortete.

Am letzten Tag stand noch eine Fahrt nach Kraków an, wo man einige Stunden Zeit hatte die schöne Stadt zu besichtigen und sich etwas vom schwierigen Thema Holocaust abzulenken. Danach ging es wieder per Bus nach Hause.

Die Studienfahrt war sehr eindrucksvoll und die Mitreisenden haben die Botschaft verstanden: „Wir sind nicht daran schuld, was in der Vergangenheit passiert ist, aber wir sind dafür verantwortlich, wenn es wieder passiert!“

 

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